Um ähnliche Fotos zu finden, lässt sich das Aussehen jedes Bildes in eine Zahlenliste umwandeln, ein sogenanntes Embedding. Anschließend wird geprüft, wie nah diese Zahlen beieinanderliegen. Das Aussehen allein kann allerdings täuschen. Deshalb wird auch die Aufnahmezeit berücksichtigt. Dafür ist kein Server nötig. Alles kann direkt auf deinem Smartphone laufen.
Erstellt am 21. Oktober 2026.

Das Album „Duplikate“ in der iPhone-App „Fotos“ findet doppelte Fotos und Videos in deiner Mediathek und führt sie jeweils zu einem Objekt zusammen. Öffne unter iOS 27 „Sammlungen“, tippe auf „Sonstige“ und dann auf „Duplikate“. Tippe auf „Zusammenführen“ und dann auf „(Anzahl) Objekte zusammenführen“. Apple veröffentlicht nicht die genauen Kriterien dafür, was als Duplikat gilt (Apple Support). Die Schritte für andere iOS-Versionen und Hilfe bei einem fehlenden Album findest du unter Doppelte Fotos auf dem iPhone finden und löschen und Das Album „Duplikate“ fehlt auf dem iPhone?.
Mehrfach aufgenommene Motive sind ein anderer Fall. Fotografierst du eine Gruppe dreimal, erhältst du drei Fotos mit leicht unterschiedlichen Gesichtsausdrücken und Blickwinkeln. Das sind keine Kopien eines Fotos, sondern drei verschiedene Aufnahmen. Statt sie zusammenzuführen, behältst du die Aufnahme, die dir gefällt, und löschst die anderen. Um sie zu finden, muss eine App also fragen: „Sehen diese Fotos ähnlich aus?“ und nicht: „Ist das dieselbe Datei?“
Ein Computer kann ein Foto nicht so betrachten wie du. Er arbeitet mit einer Zahlenliste, die beschreibt, wie das Foto aussieht. Diese Liste heißt Embedding. Sie wird von einem KI-Modell erzeugt, das darauf trainiert wurde, Bilder zu erkennen.
Stell dir eine Landkarte vor. Jeder Ort lässt sich dort mit zwei Zahlen bestimmen: Breiten- und Längengrad. Ein Embedding beschreibt das Aussehen eines Fotos mit sehr viel mehr Zahlen. Eine Karte mit so vielen Richtungen lässt sich nicht zeichnen, aber die Idee ist dieselbe: Ähnlich aussehende Fotos liegen nah beieinander, unterschiedlich aussehende weit auseinander.
Das ist die Grundidee. Beim Vergleich wird berechnet, wie stark zwei Zahlenlisten in dieselbe Richtung weisen. Diese Berechnung heißt Kosinus-Ähnlichkeit. Je näher der Wert an 1 liegt, desto ähnlicher sehen die Fotos aus. Überschreitet er einen festgelegten Schwellenwert, gelten die Fotos als ähnlich.
Es kann allerdings zu Problemen führen, die Vergleiche einfach aneinanderzureihen. A kann B ähneln und B wiederum C, ohne dass A und C sich auch nur annähernd ähnlich sehen. Verknüpft man sie nacheinander, können in einer Gruppe am Anfang und am Ende völlig unterschiedliche Fotos stehen. Deshalb bleibt es nicht bei einem einzigen Vergleichsdurchlauf. Die Gruppen werden in mehreren Schritten erneut geprüft, damit die Fotos darin auch wirklich ähnlich sind.
Das Aussehen allein kann täuschen. Fotos vom selben Ort an verschiedenen Tagen oder Aufnahmen eines Kindes, das jeden Morgen in derselben Ecke fotografiert wird, können ähnlich aussehen. Trotzdem möchtest du vielleicht jedes davon behalten. Ähnliche Fotos, die man aufräumen möchte, sind oft kurz nacheinander am selben Ort entstanden. Die Prüfung, ob auch die Aufnahmezeiten nah beieinanderliegen, verringert solche Verwechslungen.
Ja. Bei diesem Verfahren können folgende Fotos übersehen oder falsch gruppiert werden:
Ein Embedding ist eine Zahlenliste, die zusammenfasst, wie ein Foto aussieht. Je näher die Zahlen zweier Fotos beieinanderliegen, desto ähnlicher werden die Fotos eingestuft.
„Duplikate“ ist eine Funktion der App „Fotos“, die doppelte Fotos und Videos in deiner Mediathek findet und jeweils zu einem Objekt zusammenführt. Die Suche nach ähnlichen Fotos gruppiert Aufnahmen, die ähnlich aussehen und ungefähr zur selben Zeit entstanden sind, auch wenn es keine Kopien sind. Du entscheidest selbst, welche du behältst.
Nein. Fotos lassen sich direkt auf dem Smartphone in Zahlen umwandeln und vergleichen. PhotoSlimmer hat keinen Server, an den Fotos gesendet werden könnten. Die Android-Version hat keine Internetberechtigung.
Vielleicht liegen ihre Aufnahmezeiten weit auseinander oder sie wurden noch nicht analysiert. Ein strenger Schwellenwert kann auch dieselbe Szene auf mehrere Gruppen aufteilen. Probiere deshalb eine weniger strenge Einstellung aus.
Auch ähnlich aussehende Fotos können sich im Gesichtsausdruck oder in der Schärfe unterscheiden. Vielleicht möchtest du eine Aufnahme gerade deshalb behalten. Es ist daher sicherer, selbst hinzusehen und auszuwählen. PhotoSlimmer löscht nie eigenständig etwas und wählt Fotos nie vorab aus.
PhotoSlimmer ist eine App zum Aufräumen von Fotos, die ähnliche Aufnahmen nach diesen Prinzipien gruppiert. Deine Fotos verlassen dein Smartphone nie. Tippe auf dem Startbildschirm auf „Ähnliche Fotos“, um die Gruppen zu sehen. Unter „Gruppierkriterium“ kannst du eine von drei Stufen wählen: „Etwas ähnlich“, „Ähnlich“ oder „Fast identisch“. Die App löscht nie eigenständig etwas und wählt keine Fotos für dich aus. Vergleiche sie mit „Nebeneinander ansehen“ und entscheide dann mit „Nur dieses Foto behalten“. Du kannst täglich bis zu 50 Fotos kostenlos löschen. Ein einmaliger Kauf hebt das Limit auf, ohne Abo. Die App funktioniert auf dem iPhone mit iOS 18 oder neuer und auf Android mit Android 11 oder neuer.